The Devil’s Mouth – Der Teufelsschlund

The Devi’s Mouth (2026)

Ich glaub, ich trau meinen Augen nicht, aber Jeff Wadlow (Wahrheit oder Pflicht) hat doch wirklich mal einen soliden Horrorfilm gedreht.The Devil’s Mouth ist ein formelhafter, aber unterhaltsamer Hai-Horrorfilm geworden, der an Filme wie The Descent und 47 Meters Down: Uncaged erinnert.

Eine Gruppe junger Erwachsener, darunter Kathryn Newton (Ready or Not 2) und Nico Hiraga (Booksmart), macht Urlaub in Thailand. Kurz vor einem thailändischen Feiertag nehmen sie die letzte Chance wahr, an einer privaten Führung in den Devil’s Mouth – einem Höhlensystem – teilzunehmen. Eine Tour, die für gewöhnlich ungefährlich ist. Allerdings hat die letzte Flut einen unerwünschten Teilnehmer in die Höhle gespült.
Wirkliche Überraschungen hat The Devil’s Mouth nicht zu bieten, sondern liefert, was von ihm erwartet wird: ein lauernder Hai, der eine Gruppe von Leuten dezimiert. Immerhin versucht Wadlow nicht, aus der Prämisse mehr zu machen als nötig. Die meiste Zeit schafft er es, den Hai in der dunklen Höhle geschickt zu verstecken, und umgeht so das Problem eines zu präsenten digitalen Hais. Dass dieser nämlich nicht sonderlich gut aussieht, wird immer dann deutlich, wenn er zu sehr ins Bild gerückt wird. Dadurch kommen leider auch die Kills etwas kurz. Der Film verlässt sich mehr auf seine Stimmung und weniger auf Gore. Blutig wird es kaum, da die Opfer meist nur ruckartig unter Wasser gezogen werden.
Was allerdings etwas besser funktioniert als der Hai, ist das Setting. Schon bei The Descent hat die beklemmende Atmosphäre genügt, um ein unangenehmes Gefühl zu erzeugen. Ähnlich verhält es sich mit dem Devil’s Mouth. Dieser ist wirklich ein fieser Gegenspieler aus scharfen Kanten, brüchigen Passagen und verschachtelten Gängen geworden. Ein Irrweg, der anfangs nicht so kompliziert erscheint und seine Figuren dazu zwingt, sich im Kreis zu drehen. Dass große Teile des Films im Dunkeln spielen, nervt gelegentlich, sorgt aber gleichzeitig für Spannung.
Fast schon genretypisch sind es leider die Figuren, die nur bedingt überzeugen. Zwar nimmt sich der Film eine (unnötige) Dreiviertelstunde Zeit, um die Gruppendynamik zu etablieren, trotzdem bleiben die Charaktere eher klassische, eindimensionale Abziehbilder. Einzig Kathryn Newton und ihre (nervige) Best-Buddy Lana Condor bekommen eine kleine Charakterentwicklung. Dass die einzelnen Figuren außerdem nicht immer die klügsten Entscheidungen treffen, gehört zum Genre genauso dazu wie das teils unglaubwürdige Verhalten des Hais.
Wer schon diverse Haifilme oder Survival-Thriller gesehen hat, wird von The Devil’s Mouth nicht überrascht werden. Das heißt aber nicht, dass man die schönen Naturaufnahmen und die finstere Höhle nicht auch genießen kann.

Für mehr Summerween schaut gerne hier vorbei.

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