Von Jason X bis zum letzten Kapitel —
Die komplette
Freitag der 13.-Filmreihe im Ranking

Ein persönliches Ranking der Kult-Slasherreihe – von Camp Crystal Lake bis Jason im Weltraum

In meinem ersten Summerween Special habe ich euch bereits ein paar interessante Slasher vorgestellt, die sich perfekt für den Sommer und einen gruseligen Campingausflug eignen. Die Freitag der 13.-Filmreihe ist der Archetyp des Summer-Camp-Slashers. Jeder kennt sein Gesicht – oder zumindest die Maske, die es verdeckt: Jason Voorhees. Die Horrorlandschaft wäre ohne ihn kaum vorstellbar. Dabei dauerte es drei Filme, bis der stumme Killer sein finales Outfit erhielt.
Eine Filmreihe, die anfangs nur die Erfolgswelle von Halloween mitnehmen wollte, entwickelte sich zu einer der lukrativsten Horrorreihen der 80er Jahre und prägte das Genre wie kaum eine andere Serie. Doch welcher Teil ist eigentlich der beste?

Ihr erfahrt es hier in meinem Ranking zur Freitag der 13.-Filmreihe.

12. Freitag der 13. Teil V – Ein neuer Anfang (1985)

Der fünfte Teil war als zweite Station der Tommy-Jarvis-Trilogie eine vielversprechende Idee. Aufgrund von Terminproblemen des Kinderstars Corey Feldman mussten die ursprünglichen Pläne allerdings verworfen werden. Lange Zeit lässt der Film offen, ob Jason wirklich zurück ist oder ob es sich um einen Trittbrettfahrer handelt. Leider funktioniert weder die ältere Version von Tommy Jarvis noch kann der Film wirklich erinnerungswürdige Szenen liefern. Er ist über weite Strecken schlicht sehr langweilig.

11. Jason X (2001)

Ursprünglich sollte das Aufeinandertreffen der Horrorikonen Freddy Krueger und Jason Voorhees deutlich früher stattfinden. Erste Hinweise darauf gab es bereits am Ende von Jason Goes to Hell. Das Projekt verzögerte sich jedoch, und so schickte man Jason auf eine vorerst letzte Reise in den Weltraum.
Es klingt nach einer frischen Idee, ist aber eher der letzte verzweifelte Versuch einer Reihe, die Anfang der 2000er am Boden lag. Bis auf ein paar gute Kills und ein gelungenes Space-Jason-Design bietet Jason X wenig Höhepunkte. Der Look wirkt billig und das Setting nimmt dem Film sein gewohntes Camp-Feeling.

10. Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch (1988)

Es sollte der ultimative Kampf Jason vs. Carrie werden, stattdessen haben wir Jason vs. Tina bekommen. Die Rechtslage verhinderte das Crossover mit Stephen Kings Carrie. Der siebte Film bringt der Reihe kaum etwas Neues. Auch die übernatürliche Komponente wirkt eher fehl am Platz. Dafür liefert der Film eines der eindrucksvollsten Jason-Designs, wenn er sich mit Ketten aus dem See erhebt. Außerdem markiert der Teil den ersten Auftritt von Kane Hodder als Jason.

9. Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan (1989)

Hätte, hätte Fahrradkette: Hätte dieser Film weniger Zeit auf dem Boot verbracht und mehr in New York gespielt, hätte er einer der besten Teile werden können. So bleiben die New-York-Szenen viel zu kurz. Es gibt einen gelungenen Gag mit der Eishockeymaske und einen Boxkampf auf einem Wolkenkratzer. Ansonsten ist der Ausflug nach Manhattan kaum mehr als ein halbherziger Setting-Wechsel.

8. Freitag der 13. (2009)

Das Reboot von Marcus Nispel und Michael Bay ist nicht besonders innovativ, aber ein solider moderner Eintrag. Der neue Ansatz, wie Jason an seine Maske kommt, ist zwar unnötig, funktioniert aber innerhalb des Films. Das Tunnelsystem und das Haus-am-See-Setting überzeugen, während der Film konsequent düster und brutal ist. Freitag der 13. (2009) ist grimmig, blutig und genau das, was man von einem modernen Slasher erwartet.

7. Jason Goes to Hell – Die Endabrechnung (1993)

Der erste Versuch von New Line Cinema, Jason Voorhees neu auszurichten. Nach dem Ende der Paramount-Ära wurde die Reihe hier komplett neu gedacht. Ich mag den Ansatz, den der Film verfolgt. Die Eröffnung gehört zu den besten der Reihe und der selbstreferenzielle Ton funktioniert überraschend gut. Jason als körperwechselnde Entität widerspricht allerdings der klassischen Figur und trifft nicht jedermanns Geschmack.
Wie bei Jason X geht die typische Camp-Atmosphäre fast vollständig verloren. Jason Goes to Hell ist kein Meisterwerk, aber deutlich besser als sein Ruf.

6. Freitag der 13. Teil III – Und wieder ist Freitag der 13. (1982)

Inhaltlich hebt sich der dritte Teil kaum von den anderen Filmen ab. Er bleibt überraschen simpel, aber erzeugt genau diese vertraute Stimmung für die man die Reihe schätzt. Seine größte Bedeutung liegt jedoch in einem Moment: dem ersten Auftritt von Jason Voorhees mit seiner ikonischen Hockeymaske. Ein zufälliges Detail, das Filmgeschichte geschrieben hat.

5. Freitag der 13. Teil II – Jason kehrt zurück (1981)

Inhaltlich ergibt das alles kaum Sinn, aber irgendwie musste die Reihe nach dem Tod von Jasons Mutter weitergehen. Jason ist hier noch mit Kissenbezug unterwegs, was billig und überraschend gruselig wirkt. Ich mag diesen rohen Look. Der Film ist Freitag der 13. in seiner reinsten Form: funktionierende Figuren, ein starkes Final Girl und ein sehr unheimliches Finale in der Hütte.

4. Freitag der 13. (1980)

Das Original nur auf Platz vier? Keine Frage, der erste Teil ist ein Klassiker: der ikonische Score von Harry Manfredini („ki-ki-ki, ma-ma-ma“), die berühmte Kevin-Bacon-Szene und der überraschende Twist im Finale. Trotzdem haben spätere Teile die Formel noch konsequenter weitergedacht. Und dass Jason selbst fehlt, ist zwar kein Versäumnis des Films, aber dennoch ein kleiner Abzug in meinem persönlichen Ranking.

3. Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt (1986)

Für viele Fans der beste Teil der Reihe und einer der besten Slasher überhaupt.
Jason lebt ist der Abschluss der inoffiziellen Tommy-Jarvis-Trilogie und bietet den stärksten Tommy der Reihe. Jason wird hier fast schon im Frankenstein-Stil zurückgeholt, wenn er aus dem Grab emporsteigt. Der Film bietet die beste Eröffnung der Reihe, konsequent starke Bilder, gute Dialoge und ein gelungenes Zusammenspiel der Figuren. Außerdem sind zum ersten Mal Kinder im Camp zu sehen. Ein absoluter Höhepunkt der Reihe.

2. Freddy vs. Jason (2003)

Das lange erwartete Crossover der beiden Horrorikonen. Obwohl diskutiert werden kann, ob der Film wirklich Teil des Kanons ist, ist er vor allem eins: ein extrem unterhaltsamer Party-Horrorfilm. Freddy ist zwar etwas präsenter, aber Jason bekommt ebenfalls genug starke Szenen – Stichwort Klappbett.
Der Film ist laut, dynamisch und pures Horror-Entertainment. Ein echter Adrenalintrip.

1. Freitag der 13. Teil IV – Das letzte Kapitel

Egal wie oft ich die Reihe schaue, Freitag der 13. Teil IV bleibt mein Favorit.
Der Film hat das beste Sommer-Feeling der Reihe und bekommt durch Tommy Jarvis eine Mischung aus Coming-of-Age-Film und naivem Kinderabenteuer, ohne dass der Horror dabei zu kurz kommt. Der Cast funktioniert hervorragend, die Effekte sitzen, und das Finale besitzt einprägsame Bilder für die Ewigkeit.
Teil IV ist für mich der Summer-Camp-Slasher in Perfektion, denn er ist die gelungene Mischung aus Humor, Spannung und Camp-Horror. Wenn ich einen Teil mit auf eine einsame Insel nehmen müsste, wäre es Das letzte Kapitel.

Wenn euch mehr zur Historie von Freitag der 13. interessiert, schaut doch gerne bei meiner Retrospektive des Horror-Klassikers vorbei.

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