Terror at Tenkiller

Terror at Tenkiller (1986)

Terror at Tenkiller ist leider ein ziemlich unterdurchschnittlicher Horrorfilm geworden.
Selbst für einen Slasher besitzt der Film eine äußerst dünne und wenig überzeugende Story sowie eine schwache Auflösung. Wobei man eigentlich gar nicht von einer Auflösung sprechen kann, da bereits in den ersten Minuten geklärt wird, wer der Killer im Film ist.
Dass die beiden ahnungslosen Protagonistinnen mit dem Killer anbandeln, wirkt fast schon wie eine innovative Idee und wäre ein Ansatz, den ich gerne in einem Scream-Film gesehen hätte.
Auf der Slasher-Ebene versagt Terror at Tenkiller komplett. Wenig Kills, die maximal mittelmäßig umgesetzt sind, ein schwaches Killer-Design (wenn man es überhaupt so formulieren möchte), keine Motivation und keine Spannung. Was allerdings erstaunlich gut funktioniert, sind die beiden Hauptfiguren und das Setting. Ich will nicht behaupten, dass Janna und Leslie sonderlich komplexe Figuren sind, und schauspielerisch ist das auch alles eher solala. Trotzdem waren mir die beiden Mädels irgendwie sympathisch. Das liegt vielleicht daran, dass man ihnen zu 90 Prozent dabei zuhört, wie sie über Jungsprobleme quatschen, und sie dadurch etwas besser kennenlernt. Ein kleiner Bonuspunkt geht an Leslie, die Stephen Kings The Stand liest.
Dann wäre da noch das idyllische Setting. Der Ort Tenkiller mit seinem Diner, dem See und den Wäldern ist atmosphärisch und gemütlich. Dadurch bekommt auch der Film eine harmonische Stimmung und leichte Freitag der 13.-Vibes, die ich genossen habe.Ein guter Film? Auf gar keinen Fall!
Ein Film, den man trotzdem mal sehen sollte? Vielleicht – als Hardcore-Slasher-Alles-Gucker*in!
Terror at Tenkiller passt gut in den Sommer und in einen kuscheligen Summerween-Sunday.

Für mehr (und gute) Summerween-Filme schaut doch gerne in mein Summerween-Special rein.

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