Fury (2014)
Herz aus Stahl ist wesentlich zurückhaltender, als ich es erwartet hätte. In der Mitte des Films, wenn Brad Pitt und Logan Lerman auf zwei deutsche Frauen treffen, nimmt Ayer sogar das Tempo komplett raus. Ganz ohne „America, Fuck Yeah!“ kommt Fury leider trotzdem nicht aus. Der Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges schimmern allerdings genauso durch wie der Pathos.
Warum sich die Verantwortlichen dafür entschieden haben, Schusswechsel wie in Star Wars zu inszenieren, bleibt mir allerdings ein Rätsel.
Brad Pitt als Truppenführer „Wardaddy“ ist nicht ganz so cool wie Lt. Aldo Raine, seinen furiosen Basterds schaut man aber trotzdem gerne zu. Gerade an der Figur von Logan Lerman sieht man gut, wie selbst ein kurzer Kriegseinsatz einen Menschen verändern kann.
Welches Schicksal die Truppe erwartet, war ab der ersten Sekunde vorhersehbar. Das Finale ist allerdings ein visuell starkes und intensives Stück geworden und entschädigt für die Wartezeit, bis der halbstündige finale Kampf startet.
Am Ende bleibt Fury mehr Blockbuster als seriöser Antikriegsfilm. Ein moderner Men-on-a-Mission-Film mit wenig Humor.


