The Swimmer (1968)
Burt Lancaster ist Der Schwimmer. Ein Filmtitel, der mich mindestens schon seit einem Jahrzehnt verfolgt und den ich anfangs immer mit Swimming Pool von François Ozon verwechselt habe.
Obwohl der Film mittlerweile knapp sechzig Jahre alt ist – wenn man genau ist, feiert er sogar dieses Jahr sein Jubiläum, da der Film 1966 abgedreht wurde –, funktioniert Der Schwimmer noch besser, je weniger man über ihn weiß.
Die Story ist simpel: Ein Mann, Ned Merrill, gespielt von Burt Lancaster, macht es sich zur Aufgabe, alle Pools der Nachbarschaft zu durchschwimmen, da diese ihn zurück zu seinem Haus führen. Eine bizarre Idee, die sich in eine nicht minder bizarre Reise durch die Gärten der High Society entwickelt. Ohne zu viel über den Verlauf zu verraten, erinnert der Weg von Ned an den smaragdfarbenen Weg in Der Zauberer von Oz. Es ist ein Weg der Offenbarungen und ein Weg der Wahrheiten. Ein Film, der voller Geheimnisse steckt, deren Antworten nie direkt ausgesprochen werden, aber in den Dialogen zu finden sind. Ein mysteriöser Film, der eine noch mysteriösere Hauptfigur besitzt, die sich nur mit einer Badehose bekleidet durch den Film schwimmt. Unabhängig von den Interpretationen und der Entwicklung des Films lässt sich Der Schwimmer insbesondere zu Beginn als der ultimative Sommerfilm bezeichnen.
Gedreht auf Technicolor, besitzt der Film ein einzigartiges Farbdesign, welches einen regelrecht in den Film zieht. Die Wärme der Sonne, das azurblaue Poolwasser, der eisgekühlte Gin und das saftig grüne Gras – all das ist so deutlich spürbar, als wäre man selbst gerade in der Nachbarschaft unterwegs. Hinsichtlich der Figurenzeichnung sind sicherlich ein paar Alterserscheinungen zu erkennen, aber wie so oft sollte der Film als „Produkt seiner Zeit“ betrachtet werden.
Der Schwimmer hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen und ich freue mich darauf, bald wieder ein paar erfrischende Bahnen mit Burt zu ziehen, um noch mehr unter der schillernden Wasseroberfläche zu entdecken.


