Stranger Things Relatives

Nach dem Upside Down: Alternativen für Stranger Things

Nach knapp zehn Jahren ist Schluss: Wer jetzt schon Existenzängste bekommen hat, weil die Lieblingsserie beendet wurde, bekommt von mir ein paar Filmtipps, die eine ähnliche Atmosphäre besitzen oder deutliche Spuren in der Erfolgsserie hinterlassen haben.

Nr. 10 – Midnight Special (2016)

Im selben Jahr wie Stranger Things erschien der Science-Fiction-Film Midnight Special vom Indie-Regisseur Jeff Nichols (Mud).
Ein Kind mit übernatürlichen Fähigkeiten ist gemeinsam mit seinem Vater auf der Flucht vor der Regierung. Heraus kommt ein Sci-Fi-Roadmovie, das wie Nichols’ Version eines modernen Spielberg-Films wirkt. Mit Adam Driver, Kirsten Dunst und Michael Shannon ist der Film zudem prominent besetzt.

Nr. 9 – It Follows (2014)

Noch bevor Stranger Things den Höhepunkt der 80er-Jahre-Nostalgiewelle auslöste, gab es It Follows. Regisseur David Robert Mitchell (Under the Silver Lake) verstand es, die Energie eines John Carpenter ins Hier und Jetzt zu holen. Das Ergebnis ist ein zeitlos wirkender Teenie-Horrorfilm, der vor allem durch den ikonischen Synth-Score von Richard „Disasterpeace“ Vreeland seine volle Wirkung entfaltet.

Nr. 8 – Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021)

Streng genommen handelt es sich bei Resident Evil um eine erfolgreiche Videospielreihe, die mehrfach als Film und Serie adaptiert wurde.
Doch egal ob Spiel oder Film – es gibt einige Parallelen zu Stranger Things. In beiden Welten werden die Monster mit zunehmender Laufzeit immer größer und schleimiger, und irgendwann landet man unweigerlich in einem unterkühlten Labor, in dem Wissenschaftler fragwürdige Experimente durchführen. Wer vor allem die Action und die Kreaturen in Stranger Things mochte, dürfte mit Welcome to Raccoon City gut bedient sein.

Nr. 7 – Monster Busters (The Monster Squad, 1987)

Ein oft vergessener kleiner Klassiker der 80er-Jahre.
Der Film von Fred Dekker (Night of the Creeps) ist quasi The Goonies mit Monstern.
Graf Dracula erweckt die klassischen Universal-Monster zum Leben, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Nun liegt es an einer Gruppe von Kindern, dies zu verhindern. The Monster Squad ist von vorne bis hinten pures 80er-Jahre-Kino: ein Abenteuerfilm mit leichtem Horror-Einschlag und jeder Menge Charme.

Nr. 6 – Die Rote Flut (Red Dawn, 1984)

Was wäre, wenn die Sowjetunion die USA angegriffen und unterworfen hätte?
Die Rote Flut spielt in einer alternativen Realität, entstanden aus dem Zeitgeist des Kalten Krieges. Die Teenie-Stars der 80er – das sogenannte „Brat Pack“ – kämpfen gegen die Russen, um ihre Stadt und die Zukunft Amerikas zu retten. Ein Produkt seiner Zeit, vollgepumpt mit Patriotismus. Den Kampf von Jugendlichen gegen russische Bedrohungen findet man allerdings auch
in Stranger Things wieder.

Nr. 5 – Das Böse (Phantasm, 1979)

Die sträflich unterschätzte Filmreihe von Don Coscarelli (The Beastmaster) ist ein fantasievoller Meilenstein des Horrorfilms der späten 70er- und 80er-Jahre.
Es gibt Portale in andere Welten, einen mysteriösen Leichenbestatter namens Tall Man, der Gräber plündert, Jawa-ähnliche Gehilfen und einen Eiswagenfahrer, der gemeinsam mit Teenagern gegen dunkle Mächte kämpft.
Einzigartig, kreativ und mysteriös – eine Mischung aus düsterer Fantasy und kingschem Kleinstadt-Horror.

Nr. 4 – Der Blob (1988)

Ein außerirdisches Wesen, geheime Militärexperimente und eine amerikanische Kleinstadt im Chaos: Hier findet man vieles wieder, was man an Stranger Things liebt.
Highschool-Reibereien, interessante Figuren, Humor, Action und Horror gehen Hand in Hand.
Der Blob ist pures 80er-Jahre-Kino und besitzt einige der besten Special Effects, die dieses Jahrzehnt hervorgebracht hat.
Regisseur Chuck Russell arbeitete hier mit Frank Darabont zusammen und das Duo inszenierte noch einen weiteren Film, der deutliche Spuren in Stranger Things hinterlassen hat …

Nr. 3 – A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors (1986)

… nämlich A Nightmare on Elm Street 3.
Seit der ersten Staffel zieht sich der Einfluss der Nightmare-Reihe durch Stranger Things. Es ist daher kein Zufall, dass Robert Englund genau in jener Staffel gecastet wurde, in der Teenager brutal im Traum ermordet werden. Freddy Krueger wird mit seinem verbrannten Gesicht und den ikonischen Messerkrallen quasi zum „Alpha-Vecna“.
Die ersten vier Teile der Reihe sind allesamt empfehlenswert, wobei insbesondere das Original von Wes Craven deutlich düsterer ist als viele Fortsetzungen. Dream Warriors ist jedoch der unterhaltsamste: fantasievolle Traumsequenzen, eine sympathische Teenie-Gruppe und der endgültige Aufstieg Freddys zur Horrorikone.

Nr. 2 – Stephen King’s Es Part I & II (2017 & 2019)

Es ist kein Geheimnis, dass die Werke von Stephen King großen Einfluss auf die Entstehung von Stranger Things hatten. So auch Es. Alle 27 Jahre verschwinden Kinder in der Kleinstadt Derry. Eine Gruppe von Außenseitern schließt sich zusammen, um die kosmische Kreatur Pennywise zu besiegen. Während die TV-Adaption von 1990 mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist, verdankt die Neuverfilmung ihren Erfolg teilweise auch Stranger Things. Regisseur Andy Muschietti (Mama) verlegte das Setting von den 50ern in die 80er-Jahre und besetzte eine der Rollen mit Stranger Things-Star Finn Wolfhard.

Nr. 1 – E.T. – Der Außerirdische (1982)

Auf Platz 1 gehört Strenggenommen kein einzelner Film, sondern nur ein Name: Steven Spielberg.
Seine Visionen, unterstützt von Kreativen wie George Lucas und John Williams,  prägten das Kino der 70er- und 80er-Jahre nachhaltig und schufen eine Bildsprache, die einem eigenen Genre gleicht.
Produktionen wie Gremlins, Poltergeist oder Die Goonies, an denen Spielberg beteiligt war, hatten einen massiven Einfluss auf Tonfall, Optik und die Ausrichtung von Stranger Things.
E.T.
Ist dabei einer der zentralsten Einflüsse geworden. Das verschwinden vom Will, die düsteren Wälder und die Beziehung von Mike und Eleven wurden sehr stark von diesem Film inspiriert. 

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